Die Beherbergungsbetriebe in Rheinland-Pfalz schlossen 2025 mit einem Plus bei Gäste- und Übernachtungszahlen ab. Wie das Statistische Landesamtes in Bad Ems mitteilt, stieg die Zahl der Gäste gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 8,9 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen legte um 1,2 Prozent auf 22,6 Millionen zu. Im Jahresdurchschnitt waren 2.836 Betriebe geöffnet (minus 1,9 Prozent).
Das Niveau im Vor-Corona-Jahr 2019 wurde jedoch noch nicht erreicht: Die Zahl der Gäste lag um drei Prozent niedriger, die der Übernachtungen um 1,7 Prozent.
Tourismusregionen überwiegend mit positiver Bilanz
Die Mehrheit der Tourismusregionen verzeichnete im Vergleich zu 2024 ein höheres Gäste- und Übernachtungsaufkommen. Besonders deutlich fielen die Zunahmen in der Region Mosel-Saar aus: Die Gästeankünfte stiegen um 4,8 Prozent, die Übernachtungen nahmen um 2,6 Prozent zu.
Auch im Mittelrheintal (Gäste: plus 1,9 Prozent; Übernachtungen: plus 0,9 Prozent) sowie in Rheinhessen (Gäste: plus 1,4 Prozent; Übernachtungen: plus 2,2 Prozent) wurden Zuwächse registriert. In der Eifel erhöhten sich die Gästeankünfte um 3,9 Prozent, die Übernachtungen um 3,2 Prozent.
Die Pfalz entwickelte sich hingegen rückläufig: Hier sank die Zahl der Besucherinnen und Besucher um 1,9 Prozent, die Übernachtungen gingen um 2,6 Prozent zurück. Im Westerwald gab es trotz geringerer Gästeankünfte (minus 2,2 Prozent) ein leichtes Plus bei den Übernachtungen (plus 0,4 Prozent). In den Regionen Hunsrück sowie Naheland stiegen die Gästezahlen (plus 1,6 bzw. plus 0,4 Prozent), während die Übernachtungszahlen zurückgingen (minus 1,8 bzw. minus 2,6 Prozent).
Ahrtal mit starkem Wachstum – aber noch deutlich unter Vor-Corona-Niveau
Im Ahrtal, das noch immer die Folgen der Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 spürt, stiegen die Gäste- und Übernachtungszahlen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 16 bzw. 15 Prozent. Die Zahl der angebotenen Betten erhöhte sich um sieben Prozent auf 6.500, die von 124 geöffneten Betrieben bereitgestellt wurden.
Gleichzeitig ist der Rückstand gegenüber dem Vor-Corona-Jahr weiterhin deutlich: Die Zahl der Gäste lag in 2025 noch um 34 Prozent unter dem Niveau von 2019. Bei den Übernachtungen waren es 35 Prozent. Das Bettenangebot war um 37 Prozent geringer, die Zahl der Betriebe um 33 Prozent.
Unterschiedliche Entwicklung der Betriebsarten
Fünf der zehn Betriebsarten beendeten 2025 mit einer positiven Bilanz. Deutlich mehr Übernachtungen verbuchten Campingplätze (plus 13 Prozent). In Vorsorge- und Rehabilitationskliniken lagen die Zunahmen bei 4,3 Prozent. Zuwächse gab es auch in Erholungs- und Schulungsheimen (plus zwei Prozent) sowie in Jugendherbergen, Hütten und ähnlichen Einrichtungen (plus 1,9 Prozent). Hotels – die bedeutendste Betriebsart – verharrten in etwa auf dem Vorjahresniveau.
Rückgänge verzeichneten Hotels garnis (minus 3,3 Prozent), Ferienhäuser und Ferienwohnungen (minus 2,9 Prozent) und besonders Pensionen (minus 4,4 Prozent) und Gasthöfe (minus 8,1 Prozent). Die Rückgänge bei Ferienzentren (minus 3,5 Prozent) sind in Teilen auf die Schließung einer Einheit zurückzuführen.
Inländische Gäste überwiegen
Mehr als vier Fünftel der Gäste hatten 2025 ihren Wohnsitz in Deutschland. Die Zahl der Gästeankünfte aus dem Inland stieg um 2,4 Prozent auf 7,2 Millionen; die Zahl der Übernachtungen nahm um zwei Prozent auf knapp 18 Millionen zu. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland erreichte 1,7 Millionen (plus 0,4 Prozent). Diese buchten 4,8 Millionen Übernachtungen (minus 1,6 Prozent).
Tourismus im Dezember 2025
Auch im Dezember 2025 war die Entwicklung positiv: Die Zahl der Gästeankünfte stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,1 Prozent auf 490.000. Die Übernachtungszahlen nahmen um 3,6 Prozent auf 1,2 Millionen zu.
Methodische Hinweise
Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilstellplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen.
Den Tourismusregionen Westerwald, Lahntal sowie dem Mittelrheintal liegt ab dem Berichtsjahr 2024 ein neuer Regionszuschnitt zugrunde. Vergleiche mit Zeiträumen vor 2023 sind daher mit großen Einschränkungen verbunden.
Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)