©Quelle: tsc Architektur / Stadt WormsZum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus überreichte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt der Stadt Worms einen Zuwendungsbescheid für die Schaffung eines SchUM Welterbe-Besuchszentrums am Neumarkt in Worms. Aus dem Förderprogramm öffentliche Tourismusinfrastruktur fördert das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau das Projekt mit rund 2,26 Millionen Euro, hiervon EU-Mittel in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro und Landesmittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Der Fördersatz liegt bei 85 Prozent der förderfähigen Kosten.
„Als eine von sieben Welterbestätten in Rheinland-Pfalz besitzen die Wormser Elemente des Welterbes SchUM-Stätten ganz besondere Strahlkraft. Mit dem neuen Welterbe-Besuchszentrum schaffen wir mitten in der Innenstadt von Worms einen Ort der Begegnung, der Geschichte erlebbar macht und Brücken baut: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Tradition und Innovation, zwischen Menschen aus aller Welt. Das Projekt schafft durch digitale Technologien neue Besuchererlebnisse und hat durch die Anbindung an das touristische Zentrum der Stadt und die Einkaufsstraßen ein starke Impulswirkung für die gesamte Innenstadtentwicklung von Worms“, sagte Ministerin Daniela Schmitt bei der Bescheidübergabe in Worms. „Mit dem neuen Besucherzentrum investieren wir somit auch in den Regierungsschwerpunkt „Innenstädte der Zukunft“. Das neue Besucherzentrum stärkt den Tourismus und die City sowie das Bewusstsein für die Vielfalt und den Reichtum jüdischen Lebens in unserem Land“, so die Ministerin.
Mit dem SchUM Welterbe-Besuchszentrum wird nicht nur ein zentraler Ort der Vermittlung, sondern auch ein immersiver Erlebnisort geschaffen, der das reiche jüdische Erbe für die Besuchenden multimedial und interaktiv erlebbar macht. Digitale Technologien wie Augmented Reality, Touch-Displays oder webgestützte Anwendungen werden dabei als wirkungsvolles Medium geschmackvoll und nutzbringend eingesetzt. Auf dem Neumarkt entsteht eine attraktive Außenfläche mit gläsernem Besuchs- und Informationspavillon. Im sogenannten SchUM-Lab, das als Vertiefungsebene dient, werden mehrsprachige, barrierearme Medienstationen angeboten, die das Judentum, die Stadt Worms, die Synagoge, den jüdischen Friedhof Heiliger Sand sowie Grabungen, Mikwe und weitere Aspekte vermitteln.
Oberbürgermeister Adolf Kessel betonte: „Wir sind stolz auf unser reiches jüdisches Erbe. Ich freue mich, dass es nun noch sichtbarer für die Wormserinnen und Wormser und unsere Gäste wird.“
Kulturkoordinator Dr. David Maier ergänzte: „Nach der Anerkennung der SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz als UNESCO-Welterbe im Jahr 2021 ist die Schaffung eines Besuchszentrums in der zentralen Innenstadt der konsequente nächste Schritt. Ich bin froh über diesen wichtigen Meilenstein.“
Hintergrund
Als eines von zehn Vorhaben wurde das Projekt im Rahmen eines Förderaufrufes „Touristische Erlebniswelten unter Anwendung digitaler Technologien (Tourismus 4.0)“ für eine Förderung im rheinland-pfälzischen Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ausgewählt mit dem Ziel ein innovatives, erlebnisorientiertes Besucherangebot zu schaffen. Alle zehn Projekte zahlen auf die Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz und die Ziele des Handlungsfeldes Touristische Infrastruktur ein. Das Konzept für das SchUM Welterbe-Besuchszentrums erhielt im Auswahlprozess mit gewichteten Bewertungskriterien hohe Punktzahlen für Attraktivität und Erlebnischarakter, den Einklang mit der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz und den innovativen Charakter mit Einsatz innovativer Technologien.


Das SchUM Welterbe-Besuchszentrum wird kofinanziert von der Europäischen Union und vom Land Rheinland-Pfalz.
Kontakt / Ansprechpartnerin:
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
Nicole Dawood-Klein – Referat Tourismuswirtschaft und Investitionsförderung Tourismus
Stiftsstraße 9, 55116 Mainz
Tel. 06131 162196, nicole.dawood-klein@mwvlw.rlp.de
https://mwvlw.rlp.de/themen/wirtschaftszweige/tourismus


2. September 2026
Tourismus ist in Rheinland-Pfalz ein starker Wirtschafts- und Standortfaktor: 2025 sorgten Gäste für einen Bruttoumsatz von rund 8,62 Milliarden Euro und stärkten damit Gastgewerbe, Einzelhandel, Dienstleistungen und viele weitere Branchen im Land.
©Quelle: Lahntal Tourismus Verband e.V.Mit dem 1. Tourismusforum Lahn haben der Lahntal Tourismus Verband e. V. (LTV) und die sechs Industrie- und Handelskammern Gießen-Friedberg, Kassel-Marburg, Koblenz, Lahn-Dill, Limburg und Siegen am 26. August 2026 im Komödienbau in Weilburg ein gemeinsames Zeichen für die wachsende Bedeutung des Tourismus in der Reiseregion Lahntal gesetzt.
©Quelle: RPT GmbH28. August 2026
Das Wirtschafts- und Tourismusministerium Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern ein neues Projekt für Betriebe des Gastgewerbes entwickelt: die so genannten „Tourismus-Checks RLP“. Das hat Wirtschafts- und Tourismusminister Michael Ebling mitgeteilt. Mit den „Tourismus-Checks RLP“ können sich insbesondere Hotels, Gastronomie sowie weitere gastgewerbliche Betriebe kostenlos zu Verbesserungen im eigenen Betrieb beraten lassen.