
Der Klimawandel ist in Rheinland-Pfalz bereits deutlich zu spüren. So gehört z. B. das oberrheinische Tiefland zu den wärmsten Regionen in Deutschland, sodass diese Region von einer Zunahme von Hitze und Hitzewellen besonders betroffen ist. Ein weiteres Risiko besteht durch Starkregen, der besonders in den Mittelgebirgen und Flusstälern zu Sturzfluten führen kann. Die Flutkatastrophe im Ahrtal und in Teilen der Eifel in 2021 hat die Herausforderungen für den Wirtschaftssektor Tourismus in Rheinland-Pfalz nochmals verschärft.
Tourismusdestinationen und die touristischen Leistungsträger müssen sich an die veränderten Klimabedingungen und damit verbundenen Risiken, aber auch Chancen anpassen. Dabei spielt der Aufbau von Widerstandsfähigkeit eine elementare Rolle, um auch die wirtschaftliche Stabilität der Tourismusbetriebe zu sichern.
Rheinland-Pfalz setzt sich strategisch und strukturiert für eine nachhaltige, verantwortungsbewusste Tourismusentwicklung ein. So wird in der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz eines der sechs Handlungsfelder dem Thema ‚Nachhaltigkeit‘ gewidmet. Die darin enthaltenen jeweiligen Aufgaben und Maßnahmen resultieren im Wesentlichen aus den Maßnahmenvorschlägen der Strategie für die Transformation zur nachhaltigen Tourismusentwicklung Rheinland-Pfalz: Nachhaltigkeit im Rheinland-Pfalz Tourismus.
Der Tourismus in Rheinland-Pfalz erhält mit der Strategie eine Orientierung für eine nachhaltige Tourismusentwicklung. Erste Maßnahmen sind daraus bereits umgesetzt und initiiert worden wie u. a. die Erstellung eines Kommunikationsleitfadens oder die Informationsseite im Tourismusnetzwerk Rheinland-Pfalz zur touristischen Nachhaltigkeit.
Das aktuelle Projekt „Leitfaden zu Klimawandelfolgen und Anpassungsstrategien“ widmet sich fokussiert der Folgen aus dem Klimawandel und der Erarbeitung von Anpassungsstrategien. Ziel ist ein praxistauglicher Leitfaden, in dem die Folgen des Klimawandels und konkrete Anpassungsmaßnahmen und -empfehlungen für den rheinland-pfälzischen Tourismus aufgezeigt werden.
Im Rahmen des Projekts, das im Januar 2026 gestartet hat, sollen die Identifikation der konkret zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels in ökologischer, sozialer und in ökonomischer Hinsicht sowie die Herausarbeitung von Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Klimaanpassung für die Tourismusbranche erarbeitet werden.
Das Projekt wird von den Büros mascontour GmbH, Berlin, und B.A.U.M. Consult, München, in 2026 begleitet. Auftraggeber ist das Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr und Weinbau Rheinland-Pfalz.
Im ersten Schritt werden die beauftragten Unternehmen Auswertungen und Analysen zu Klimarisiken, touristischen Betroffenheiten und regionalen Besonderheiten vornehmen. Dazu stellt u. a. das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen, Trippstadt/Pfalz, entsprechende Daten zu verschiedenen klimatischen Parametern zur Verfügung, die für die Darstellung und Analyse der klimatischen Risikofaktoren in den neun Tourismusregionen in Rheinland-Pfalz herangezogen werden.
Im zweiten Schritt sollen alle neun Tourismusregionen in Rheinland-Pfalz in regionalen Workshops beteiligt werden. Ziel der regionalen Workshops ist es, die Klimawandelfolgen und -chancen zu identifizieren, zu bewerten und Anpassungsmaßnahmen abzuleiten.
Im dritten Schritt werden die entwickelten Erkenntnisse und Empfehlungen schließlich in eine landesweiten Synthese einfließen und in einem Leitfaden zusammengeführt.
Kontakt / Ansprechpartnerin:
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
Ute Meinhard – Referat Tourismuspolitik / Tourismusmarketing
Stiftsstraße 9, 55116 Mainz
Tel. 06131 162126, ute.meinhard@mwvlw.rlp.de
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