
Am 9. September lud die WELTERBE-Akademie, ein Leader-Projekt der Touristikgemeinschaft Welterbe Oberes Mittelrheintal e.V., gemeinsam mit der Romantischer Rhein Tourismus GmbH (RRT) die Vertreter der regionalen Tourist Informationen zwischen Bingen/Rüdesheim und Remagen/Unkel zu einem Workshop zum Thema „Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Tourismus“ ein. Begleitet wurde der Tag von Matthias Burzinski von destinet Change.
Zum Einstieg in das Thema diente eine Umfrage zu kontroversen Thesen. So konnten die Teilnehmer abstimmen inwieweit sie davon ausgehen, dass die Künstliche Intelligenz die Arbeit der Touristiker in Zukunft ersetzen wird. Oder ob der Service in der Tourist-Information für Kunden dank KI noch persönlicher wird. Bei diesen und weiteren Thesen stellte sich schnell die Komplexität des Themas heraus. Im weiteren Verlauf des Tages sollten diese Thesen weiter beleuchtet werden.
In einem Impulsvortrag unter dem Titel „Einblicke in die Welt, Chancen und Risiken der KI. Und was es für den Tourismus bedeutet“ stellte Herr Burzinski aktuelle Entwicklungen vor. Von Chatbots auf touristischen Webseiten bis hin zu videobasierten Chatsystemen, von der automatisierten Erstellung von Reiseplänen bis hin zur Produktion von Marketingmaterialen wie zum Beispiel Fotos und Filme ist die Bandbreite der Fähigkeiten der KI bereits jetzt sehr groß. Gleichzeitig wurde jedoch auch auf die Risiken und Unklarheiten der Künstlichen Intelligenz hingewiesen: Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Welche Copyrightangaben sind erforderlich? Welche Daten gebe ich preis und was passiert damit?
In zwei praktischen Anwendungsrunden konnten die Teilnehmer dann selbst die Fähigkeiten der KI testen. So wurden Texte und Fotos erstellt, Ansätze für neue Marketingkonzepte erfragt und Reisepläne für einen Kurzurlaub an den Romantischen Rhein erstellt. Schnell stellte sich heraus, dass diese Daten niemals ohne Gegenprüfung verwendet werden sollten. So findet laut KI die BUGA 2029 in Essen und nicht im Oberen Mittelrheintal statt und liegt der Zoo Neuwied in Koblenz und eben nicht in Neuwied. „Diese Beispiele zeigen, dass die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz sehr weit fortgeschritten ist, wir aber auch durchaus kritisch mit den Ergebnissen umgehen müssen“, so Kristina Neitzert, Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus GmbH. „Dass die Anwendungen der KI allerdings in Zukunft einen Einfluss auf die Arbeit im Tourismus haben wird ist unumstritten“, resümiert Neitzert.