
Wie lassen sich touristische Infrastruktur und öffentliche touristische Leistungen langfristig finanzieren? Die Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH und die Rheinhessen-Touristik GmbH lassen gemeinsam untersuchen, ob ein regionaler Gästebeitrag hierfür ein geeignetes Instrument sein kann.
Die Finanzierung touristischer Infrastruktur zählt zu den zentralen Zukunftsfragen vieler Destinationen. Wander- und Radwege, touristische Beschilderung, Freizeit- und Serviceangebote oder Veranstaltungen kommen Gästen zugute, werden gleichzeitig aber auch intensiv von der einheimischen Bevölkerung genutzt.
Vor diesem Hintergrund haben die Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH und die Rheinhessen-Touristik GmbH eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zur möglichen Einführung eines regionalen Gästebeitrags auf den Weg gebracht.
Mit der Untersuchung wurde die Bietergemeinschaft aus IRS Consult, BTE Tourismus- und Regionalberatung sowie DORNACH & Partner beauftragt.
Die Machbarkeitsstudie soll die rechtlichen, organisatorischen, wirtschaftlichen und touristischen Voraussetzungen eines möglichen Gästebeitrags analysieren. Darüber hinaus werden unterschiedliche Umsetzungsmodelle untersucht und hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit für die beiden Tourismusregionen bewertet.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Vorentscheidung für die Einführung eines Gästebeitrags. Ziel ist vielmehr eine ergebnisoffene und fachlich fundierte Entscheidungsgrundlage für Politik und Kommunen.
„Unsere touristischen Angebote schaffen einen hohen Mehrwert für Gäste und Bevölkerung. Die Machbarkeitsstudie soll transparent aufzeigen, ob ein regionaler Gästebeitrag ein geeignetes Instrument sein kann, diese Infrastruktur langfristig zu sichern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, erklärt Katja Hilt, Geschäftsführerin der Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung der relevanten Akteure. Kommunale Vertreterinnen und Vertreter, politische Entscheidungsträger, touristische Leistungsträger sowie weitere Stakeholder sollen frühzeitig in den Prozess eingebunden werden.
In den kommenden Monaten sind Bestandsanalysen, Workshops und Gespräche vorgesehen. Auf dieser Grundlage sollen verschiedene Modelle bewertet und konkrete Handlungsempfehlungen für die politischen Gremien entwickelt werden.
„Mit der gemeinsamen Studie möchten wir eine sachliche und belastbare Grundlage für die weitere Diskussion schaffen. Entscheidend ist dabei ein offener Beteiligungsprozess, der Politik, Kommunen und Tourismuswirtschaft gleichermaßen einbindet und unterschiedliche Modelle objektiv bewertet“, ergänzt Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH.
Die Ergebnisse sollen bis Ende 2026 vorliegen. Das Projekt wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz gefördert.
Mit der gemeinsamen Untersuchung setzen Hunsrück-Nahe und Rheinhessen zugleich auf eine regionsübergreifende Herangehensweise an die Zukunftsfrage der Tourismusfinanzierung.
Ansprechpartner:
| Katja Hilt Geschäftsführerin Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH 06752 137 610 katja.hilt@hunsruecknahe.de |
Christian Halbig Geschäftsführer Rheinhessen-Touristik GmbH 06731 89989-00 christian.halbig@rheinhessen.info |