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Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur mit doppeltem Nutzen – Rund 2 Millionen Euro für zwei Abschnitte des Radweges Prüm – Gerolstein als Teil des Eifel-Ardennen-Radweges

08.05.2026
©Quelle: schauhi

Investitionen in den Alltagsradverkehr stellen auch einen strategischen Erfolgsfaktor für den Radtourismus dar. Ein aktuelles Beispiel ist der geplante Lückenschluss des Eifel-Ardennen-Radwegs zwischen Prüm und Gerolstein. Hier zeigt sich, wie Infrastrukturmaßnahmen gezielt Mehrwerte für beide Bereiche schaffen können, denn mit der Schließung dieser Lücke entsteht nicht nur eine sichere und komfortable Verbindung für den Alltagsradverkehr, sondern zugleich ein attraktives Angebot für Gäste, die die Eifel aktiv erleben möchten.

 

Die Verbandsgemeinde Prüm erhält für den Neubau von zwei Radwegeabschnitten, als Teil des Eifel-Ardennen-Radweges Finanzhilfen des Bundesministeriums Verkehr (BMV) in Höhe von rund 2 Millionen Euro, wie Verkehrsministerin Daniela Schmitt mitgeteilt hat. Sie kündigte an, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) den förmlichen Bewilligungsbescheid in den nächsten Tagen versenden werde. So verbessert die neue Verbindung nicht nur die Erreichbarkeit alltäglicher Einrichtungen wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätze, sondern macht die Region zugleich für Gäste erlebbarer. Darüber hinaus kann sich die verbesserte Erreichbarkeit auf die touristische Entwicklung der beteiligten Kommunen auswirken, denn auch das Gastgewerbe und Freizeitangebot können durch die Anbindung gestärkt und so Impulse für Folgeinvestitionen gesetzt werden.

„Eine gut und sicher ausgebaute Radverkehrsinfrastruktur ist ein wichtiges Kriterium das Fahrrad zum festen Bestandteil nachhaltiger und verkehrssicherer Mobilitätsangebote für unsere Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz werden zu lassen. Darüber hinaus ist der Ausbau der Radinfrastruktur auch eine Investition in Daseinsvorsorge, soziale Teilhabe, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Kommunen. Mit dem Neubau von zwei insgesamt rund 6 km langen Teilabschnitten des Eifel-Ardennen-Radweges zwischen Prüm und Gerolstein leistet die Verbandsgemeinde Prüm einen Beitrag zur Aufwertung der Radinfrastruktur in ihrer Region“, sagte Verkehrsministerin Daniela Schmitt.

Der Eifel-Ardennen-Radweg verläuft auf rund 112 Kilometer als übergeordnete und überregionale Verbindung zwischen St. Vith in Belgien und dem Nürburgring im Kreis Ahrweiler. Als großräumige Radwegverbindung des Landes Rheinland-Pfalz ist der Eifel-Ardennen-Radweg weitestgehend entsprechend den Hinweisen zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr im Land Rheinland-Pfalz ausgestattet.

Die Verbandsgemeinde Prüm, die Stadt Gerolstein und der Landesbetrieb Mobilität Gerolstein planen gemeinsam den rund 22 Kilometer langen Radweg von Prüm bis Gerolstein zu realisieren und damit eine Lücke im Eifel-Ardennen-Radweges zu schließen. Der Radweg wird zukünftig auf der Trasse der ehemaligen Westeifelbahn verlaufen.

Die Radfahrerinnen und Radfahrer müssen künftig nicht mehr die Bundesstraßen benutzen und erhalten eine sichere Radwegeverbindung zwischen Prüm und Gerolstein, die zudem weniger kurvenreich ist und auch ein deutlich fahrradfreundlicheres Höhenprofil aufweist.

Der neue Radweg wird dem Alltagsradverkehr durch die Anbindung einiger direkt oder in geringer Entfernung an der Strecke liegenden Ortschaften dienen. Die Gemeinden werden an Prüm und Gerolstein mit Verwaltungs-, Schul-, Einkaufs-, Freizeit- und Industriezentren angeschlossen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Wir wollen die Attraktivität und Sicherheit des Radfahrens für alle Bürgerinnen und Bürger flächendeckend erhöhen. Daher unterstützen wir tatkräftig die Länder und Kommunen dabei, die Radverkehrsinfrastruktur sowohl im urbanen als auch ländlichen Raum auszubauen. So auch in der Verbandsgemeinde Prüm, die mit dem Ausbau von zwei Abschnitten des Eifel-Ardennen-Radweges in die Steigerung der Attraktivität des Radweges investiert.“

Der offizielle Spatenstich für den Radwegelückenschluss von Prüm bis Gerolstein fand am 12. Dezember 2025 im Beisein von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der rheinland-pfälzischen Verkehrsministerin Daniela Schmitt statt.

Der Bund stellt im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ Finanzhilfen für Investitionen der Länder und Kommunen in den klimafreundlichen Radverkehr in Höhe von insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro bis einschließlich 2030 bereit. Davon stehen rund 99 Millionen Euro für Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

 

Aus dem Lückenschluss ergeben sich auch für den Radtourismus wesentliche Wettbewerbsvorteile, denn sichere, gut ausgebaute und landschaftlich attraktive Radwege sind ein entscheidender Qualitätsfaktor bei der Wahl von Reisezielen für Radreisende – ein Pluspunkt für die gesamte touristische Infrastruktur der Region.

Die neue Verbindung verbessert nicht nur die Erreichbarkeit alltäglicher Einrichtungen, sondern macht die Region auch für Gäste erlebbarer. Dies kann sich zugleich auf die touristische Entwicklung der beteiligten Kommunen auswirken, denn auch das Gastgewerbe und Freizeitangebot können durch die Anbindung gestärkt und Impulse für Folgeinvestitionen gesetzt werden.

Gerade in ländlichen Räumen zeigt sich, wie eng Alltagsmobilität und touristische Nutzung miteinander verknüpft sind: Wo Einheimische von sicheren und komfortablen Wegen profitieren, finden auch Gäste optimale Bedingungen vor. Der Eifel-Ardennen-Radweg ist somit ein gelungenes Beispiel dafür, wie Investitionen in den Alltagsradverkehr nicht nur die Lebensqualität der örtlichen Bevölkerung verbessern, sondern auch die touristische Attraktivität einer Region nachhaltig steigern können.



Autorin: Autor/-in: Svenja Scherer
Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz · Tourismuswirtschaft und Investitionsförderung Tourismus
svenja.scherer@mwtek.rlp.de · Telefon: +49 6131 16 2778


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