
Am 19. Februar 2026 überreichte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich einen Förderbescheid für das Projekt „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“. Aus dem Förderprogramm öffentliche Tourismusinfrastruktur fördert das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau das Projekt mit rund 432.000 Euro, hiervon EU-Mittel in Höhe von rund 203.200 Euro und Landesmittel in Höhe von rund 228.600 Euro. Der Fördersatz liegt bei 85 Prozent der förderfähigen Kosten.
„Die Queichwiesen stehen für das, was Rheinland-Pfalz besonders macht: gelebte Kulturlandschaft, ehrenamtliches Engagement und ein Naturerlebnis, das Generationen verbindet. Mit der digitalen Erlebniswelt machen wir dieses einzigartige Welterbe ganzjährig zugänglich – modern, nachhaltig und authentisch“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.
Die Queichwiesen mit ihrem traditionellen Bewässerungssystem wurden 2023 in die Liste des immateriellen Welterbes der UNESCO aufgenommen. Das Projekt trägt dazu bei, dieses komplexe und zugleich faszinierende Natur- und Kulturerbe zeitgemäß zu vermitteln.
Künftig sollen digitale Erlebnisstationen entlang bestehender Rad- und Wanderwege spielerisch Wissen über das Bewässerungssystem, die regionale Flora und Fauna – etwa den Storch – sowie über die UNESCO-Konvention vermitteln. Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen, Audio- und Videostationen sowie 360-Grad-Angebote ermöglichen Gästen bereits vor der Reiseentscheidung einen Einblick in die Besonderheiten der Region.
„Ich sehe, wie stark das Interesse an Naturerlebnissen in Rheinland-Pfalz wächst. Ich verstehe, dass Gäste heute mehr wollen als nur Informationstafeln – sie wollen eintauchen, verstehen und selbst entdecken. Genau deshalb investieren wir gezielt in digitale Technologien, die das echte Naturerlebnis ergänzen, nicht ersetzen“, betonte Schmitt.
Ein zentrales Element des Projekts ist die digitale Besucherlenkung. Sie bündelt Besucherströme und schützt sensible Bereiche der Queichwiesen. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben die touristische Wertschöpfung in bislang weniger entwickelten Regionen der Südpfalz.
Beteiligt sind neben der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich die Verbandsgemeinde Bellheim, die Städte Germersheim und Landau, der Landkreis Germersheim sowie der Landkreis Südliche Weinstraße.
„Tourismus ist für viele Betriebe ein wichtiges zweites Standbein. Wenn wir es schaffen, zusätzliche Urlaubsgäste in die Region zu holen, profitieren Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel unmittelbar. Das schafft Arbeitsplätze und Perspektiven – gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen“, so die Ministerin.
Hintergrund
Als eines von zehn Vorhaben wurde das Projekt im Rahmen eines Förderaufrufes „Touristische Erlebniswelten unter Anwendung digitaler Technologien (Tourismus 4.0)“ für eine Förderung im rheinland-pfälzischen Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ausgewählt mit dem Ziel ein innovatives, erlebnisorientiertes Besucherangebot zu schaffen. Alle zehn Projekte zahlen auf die Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz und die Ziele des Handlungsfeldes Touristische Infrastruktur ein. Das Projekt „Digitale Erlebniswelt Queichwiesen“ erhielt im Auswahlprozess mit gewichteten Bewertungskriterien hohe Punktzahlen für den innovativen Charakter mit den eingesetzten digitalen Technologien.


Die Digitale Erlebniswelt Queichwiesen wird kofinanziert von der Europäischen Union und vom Land Rheinland-Pfalz.
Kontakt / Ansprechpartnerin:
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
Nicole Dawood-Klein – Referat Tourismuswirtschaft und Investitionsförderung Tourismus
Stiftsstraße 9, 55116 Mainz
Tel. 06131 162196, nicole.dawood-klein@mwvlw.rlp.de
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