©Quelle: Rebecca SeuserBarrierefreies Naturerlebnis für alle Generationen und Mobilitätsformen: Am Pfingstmontag verwandelte sich das idyllische Mehrbachtal und Weyerbusch in einen Treffpunkt für Wanderbegeisterte aus nah und fern. Anlass war der Inklusions-Wandertag und die Feier der erfolgreichen Zertifizierung von „Reisen für alle“ des Themenwanderwegs „Ökologie und Mühlengeschichte“. Mehr als 200 Wanderfreunde – darunter viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, folgten der Einladung des Verkehrs- und Bürgervereins Weyerbusch, um gemeinsam auf dem zertifizierten Wanderweg aktiv zu sein.
Der 12,4 Kilometer lange Rundweg ist nicht nur der erste seiner Art in der Region, sondern auch der längste in ganz Deutschland, der das renommierte Gütesiegel „Reisen für Alle“ trägt. Damit erfüllt er höchste Qualitätsansprüche an Barrierefreiheit und Inklusion im Tourismus.
Ein Leuchtturmprojekt für den Westerwald
Im Rahmen der feierlichen Vorstellung der Zertifizierungsurkunde, die in der Hottgenroth Akademie Sonnenhof stattfand, würdigte Rolf Schmidt-Markoski, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, die Leistung aller Beteiligten: „Mit diesem zertifizierten Themenwanderweg feiern wir weit mehr als einen gelungenen Inklusions-Wandertag: Wir feiern ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Westerwald. Dieser Weg verbindet nicht nur Orte, sondern Menschen.“
Besonderer Dank galt Initiator Dr. Wolfgang Dörwaldt, der gemeinsam mit dem Verkehrs- und Bürgerverein Weyerbusch, den beteiligten Ortsgemeinden, der Tourist-Info der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und zahlreichen Partnern dieses innovative Projekt ins Leben gerufen hat.
Wandern für alle Bedürfnisse
Rund 200 Wanderer, mit und ohne Beeinträchtigungen, begaben sich auf die vier unterschiedlichen Etappen und waren begeistert. Das Programm des Inklusions-Wandertags bot für jeden Anspruch die passende Tour. Begleitet von fachkundigen Guides, genossen die Teilnehmenden faszinierende Ausblicke auf das Mehrbachtal und spannende Einblicke in die traditionsreiche Mühlengeschichte der Region. Unterwegs sorgten zahlreiche barrierefreie Rastmöglichkeiten und anschauliche Informationstafeln für Komfort und Wissensvermittlung.
Feierstunde zur Zertifikatsübergabe: Wanderwegprojekt feierlich gewürdigt
Nach den Wanderungen entlang des neuen Weges kamen zahlreiche Gäste in der Hottgenroth Akademie Sonnenhof zusammen, um bei einer Feierstunde die Zertifizierung zu feiern. Thomas Zöller, Vorsitzender des Verkehrs- und Bürgervereins Weyerbusch, führte als Moderator durch den Nachmittag. Im Mittelpunkt stand der Rückblick auf die Entstehung des Wanderprojekts mit der Zertifizierung: Initiator Wolfgang Dörwaldt schilderte in lebendigen Worten die Idee und die Umsetzung des neuen Weges.
Ortsbürgermeister Max Weller (Weyerbusch) sprach allen Beteiligten, auch den Nachbargemeinden, seinen herzlichen Dank und seine Anerkennung aus. Musikalisch bereichert wurde die Feierstunde vom Gemischten Chor Birnbach, der mit stimmungsvollen Volks- und Wanderliedern für einen festlichen Rahmen sorgte. „Wir möchten, dass sich alle eingeladen fühlen, unabhängig von ihren körperlichen Voraussetzungen. Heute haben wir gemeinsam erlebt, was gelebte Inklusion bedeutet,“ sagte ein sichtlich erfreuter Dr. Dörwaldt.
Auch Thomas Zöller vom Verkehrs- und Bürgerverein Weyerbusch zog ein positives Fazit: „Mit diesem Tag setzen wir ein starkes Zeichen für barrierefreien Tourismus im Westerwald. Unser neuer Flyer zeigt allen, welche Etappen besonders geeignet sind – und wir hoffen, dass der Weg künftig viele Menschen inspiriert.“
Zukunftsweisende Impulse für die Region
Der Inklusions-Wandertag war ein gelungenes Fest der Begegnung und Teilhabe. Die Organisatoren sind sich sicher: Der Themenwanderweg „Ökologie und Mühlengeschichte“ wird künftig ein beliebtes Ziel für Wanderfreunde aus ganz Deutschland sein – und ein Vorbild für weitere barrierefreie Angebote im Westerwald und darüber hinaus.
Weitere Informationen und alle zertifizierten Angebote finden Interessierte unter www.reisen-fuer-alle.de.
Beitragsbild von links nach rechts: Ralph Hassel, Marc Hassel, Cathi Mohr, Peter Stöckigt, Max Weller, Thomas Zöller, Dr. Wolfgang Dörwaldt, Herbert Hassel, Rolf Schmidt-Markoski, Reiner Schramm und Angela Metzen. Fotograf: Rebecca Seuser
Kontakt:
Angela Metzen
Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
E-Mail: Angela.Metzen@vg-ak-ff.de
Website: www.vg-altenkirchen-flammersfeld.de

Über 100 Teilnehmer kamen in Hachenburg zum Westerwald Tourismustag 2026 zusammen.

2. September 2026
Tourismus ist in Rheinland-Pfalz ein starker Wirtschafts- und Standortfaktor: 2025 sorgten Gäste für einen Bruttoumsatz von rund 8,62 Milliarden Euro und stärkten damit Gastgewerbe, Einzelhandel, Dienstleistungen und viele weitere Branchen im Land.