
Twitter Cards bieten im Social Media-Marketing interessante Vorteile. Sie sorgen für eine bessere Sichtbarkeit von Tweets und stärken die Markenbildung. Dieser Beitrag erklärt, worum es geht, worin die Vorteile liegen und wie Twitter Cards sowohl eingerichtet als auch genutzt werden können.
Twitter Cards stellen eine kleine Vorschau bzw. Zusammenfassung der Internetseite dar, deren Link bei Twitter gepostet wird. Viele kennen diese Art „Seitenvorschau“ bereits von der Social Media-Plattform Facebook: Gibt man dort im Post-Fenster einen Website-Link ein, öffnet sich ein Vorschaufenster mit Bild, Titel und kurzem Beschreibungstext (siehe Abbildung).
Beispiel Facebook:

Bild: Post-Fenster auf Facebook mit Seitenvorschau durch Linkeingabe
Für Twitter kann man vergleichbare Vorschaufenster inkl. Bild, Titel und kurzer Beschreibung der verlinkten Website einrichten. Dies geschieht im eigenen Content Management System der Website. Da diese Vorschau eine kurze Zusammenfassung der verlinkten Seite darstellt, wird diese Form der Twitter Card als „Summary Card“ bezeichnet. Neben den Summary Cards gibt es noch weitere Formen der Twitter Cards, wie z.B. für die Bewerbung von Apps (App Card) oder das Posten einer Fotogalerie (Gallery Card).

Bild: Beispiel einer Summary Card bei Twitter
Vorteil der Summary Cards ist zum einen, dass die Wahrnehmbarkeit des Tweets erhöht wird und damit auch die Sichtbarkeit („Impressions“) steigt, also die Zahl, wie oft Nutzer diesen Tweet auf Twitter gesehen haben. Dies führt zu einer verbesserten Interaktionsrate (z.B. Linkklicks, Retweets, Likes etc.) und sorgt durch den viralen Effekt wiederum für mehr Reichweite.
Zum anderen gibt es einen inhaltlichen Vorteil, da mehr Zeichen zur Verfügung stehen: Ein Tweet kann grundsätzlich bis zu 140 Zeichen enthalten. Lädt man zusätzlich ein Bild hoch, werden dadurch 24 Zeichen abgezogen, sodass für den „redaktionellen Teil“, inklusive Links, Hashtags (#) und Markierungen anderer Nutzer (@), nur noch 116 Zeichen übrig bleiben. Die Summary Card hingegen generiert automatisch ein Bild der verlinkten Website ohne Abzug von Zeichen, sodass ein zusätzlicher Bild-Upload nicht notwendig ist.
Damit die Summary Card entsteht, ist lediglich das Posten eines Links erforderlich. Dabei werden die 140 Zeichen letztlich nur um 23 Zeichen für den Link reduziert, ein passendes Bild erscheint automatisch und hat keine Auswirkung auf die verbleibenden Zeichen.
Zudem wird die Markenbildung durch die Abbildung von Logo, Bild und Link gestärkt.
Für die Website www.gastlandschaften.de und ihre Unterseiten wurde die Generierung von Summary Cards eingerichtet. Das heißt, dass Inhalte der Gastlandschaften-Website, wie bspw. Deskline-Einträge, insbesondere Veranstaltungen, mittels Summary Cards beworben werden können, wenn der Link der entsprechenden Gastlandschaften-Detailseite gepostet wird. Twitter zieht sich dabei aus den Deskline-Detail-Informationsseiten auf www.gastlandschaften.de das entsprechende erste Bild sowie den Beschreibungstext aus dem jeweiligen Eintrag.

Bild: Beispiel: Darstellung von Deskline-Veranstaltungen in Summary Cards
Darüber hinaus gelangt man bei Klick auf das Bild oder die Beschreibung direkt auf die verlinkte Website. Ein Bild, was separat hochgeladen wird, enthält keine Verlinkung.
Im Gegensatz zu der Linkvorschau bei Facebook, generiert sich die Summary Card auf Twitter erst bei aktivem Posten des Tweets. Facebook gewährt eine Linkvorschau, bevor der Post veröffentlicht oder geplant wird. Bei Twitter funktioniert dies im Vorhinein mit Hilfe des Twitter Card Validators. Einfach den Link eingeben und mit „Preview Card“ bestätigen – dann erscheint die Vorschau, wie sie später auch beim veröffentlichten Tweet angezeigt wird.
Wichtig: Bevor die Summary Card zum ersten Mal für eine Website (Domain, z.B. www.gastlandschaften.de) genutzt werden kann, muss sie im Twitter Card Validator genehmigt werden. In den meisten Fällen geschieht dies innerhalb der nächsten 24 Stunden.
Die Summary Cards erscheinen übrigens auch bei gekürzten Links über bit.ly oder ow.ly sowie beim Posten über Social Media-Management-Tools, bei denen Tweets vorgeplant werden können (z.B. Hootsuite).
Die Summary Cards für Twitter werden, ähnlich wie für Facebook, im Content Management System der eigenen Website angelegt. Dies erfolgt über die Integration der sogenannten Open-Graph-Tags (kurz: OG-Tags). Dazu sollte man mit seiner Support-Agentur oder dem Webmaster in Kontakt treten. Grundsätzlich können diese OG-Tags in jedem Content Management System mit geringem Aufwand integriert werden.
Zusammenfassend bringen Twitter Cards eine Menge Vorteile für den „Empfänger“, aber auch für den „Absender“ der Tweets. Mit vergleichsweise kleinem einmaligen Aufwand im Content Management System erhöht man schnell die Chance, dass die eigenen Tweets von den Fans und der Community besser wahrgenommen werden. Außerdem spart man Zeit, da z.B. keine separate Bildsuche erforderlich ist.
Informationen zu allen Twitter Cards und deren Einrichtung finden Sie auch in diesem Artikel

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