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ODTA informiert auf neuer Webseite über Datenstrukturen

28.11.2025

Der Einsatz von KI in der internationalen Tourismusbranche gewinnt rasant an Bedeutung. Chatbots, Sprachassistenten, Empfehlungsdienste auf Basis von KI-Agenten und automatische Verbreitung von Content sind nur einige Beispiele.

Grundlage für alle diese Dienste sind gut aufbereitete und einheitlich strukturierte, nach Möglichkeit frei verfügbare Daten. Seit ihrer Gründung kümmert sich die europäische Allianz zur Standardisierung semantischer Datenmodelle für touristische Inhalte, die Open Data Tourism Alliance (ODTA), genau darum.

Touristische Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich zusammengeschlossen, um sich um eine einheitliche Strukturierung touristischer Daten im D-A-CH-Raum zu kümmern. Diese Organisationsstruktur wird nun weiter entwickelt: Die Bedeutung strukturierter Daten soll im europäischen Tourismus breiter verankert und neue Partner gewonnen werden. So gibt es bereits Anknüpfungspunkte in Südtirol aber auch Schweden. Rheinland-Pfalz und die RPT engagieren sich bereits seit vielen Jahren beginnend in der DACH-KG und unmittelbar mit Gründung dann in der ODTA zusammen mit den anderen deutschen LTOen und der DZT in Deutschland, der Österreich Werbung(ÖW) und der Tourismusorganisationen der Österreichischen Bundesländer sowie den Kollegen aus der Schweiz für einheitliche Datenstrukturen im Tourismus in Zentraleuropa.

Die einheitliche Datenstrukturierung basiert auf dem Datenstandard schema.org, der von den größten Suchmaschinen weltweit ins Leben gerufen wurde und die Maschinenlesbarkeit touristischer Daten erst ermöglicht. Erweitert wurde schema.org bis heute durch insgesamt 24 sogenannte „Domain Specifications“ als gemeinsamer Standard für touristische Datenstrukturen. Sie liefern Regeln für die Strukturen und Anforderungen an touristische Datensätze. Denn die Vielzahl an Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten bringt auch unterschiedliche Informationen mit sich. Diese Datensätze dennoch in Deutschland, der Schweiz und in Österreich zu standardisieren, ist der Kern der Herausforderung.

„Wir engagieren uns gerne bei der ODTA und bringen uns aktiv in die Arbeitsgruppen zur Standardisierung ein. So können wir unsere besonders relevanten Daten aus dem digitalen Wissensschatz Rheinland-Pfalz – etwa zur Infrastruktur, zu Attraktionen, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Zertifizierungen, Tourist-Informationen, Natur- und Schutzgebieten, Wanderrouten oder Sportstätten – schneller und zielgruppenspezifischer zugänglich machen“, sagt Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. „Durch die enge Zusammenarbeit schaffen alle ODTA-Partner eine gemeinsame Grundlage einheitlich strukturierter Daten, die unseren Inhalten zu mehr Sichtbarkeit und Relevanz verhilft. Wir handeln nicht als Einzelkämpfer – wir profitieren alle von dieser Allianz.“

Konkret arbeitet die RPT mit in den Arbeitsgemeinschaften zur Steuerung der ODTA sowie zur Datenqualität, Ergebnisse insbesondere der Arbeit zur Datenqualität werden in absehbarer Zeit auf der ODTA-Webseite veröffentlicht.

Digitaler Wissensschatz als Erfolgsfaktor

Die Bedeutung strukturierter und offener Daten zeigt sich auch auf Landesebene deutlich – nicht zuletzt als zentrales Handlungsfeld der Fortschreibung der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz.

Strukturierte, offene Daten sind ein zentrales Fundament innerhalb der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz. Mit dem digitalen Wissensschatz, dem DataHub und der gemeinsamen Datenbankstruktur schafft die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH die Voraussetzungen, damit Gastgeber, Regionen und Leistungsträger ihre Informationen effizient pflegen und über verschiedene Kanäle ausspielen können. Daten zu Unterkünften, Veranstaltungen oder Gastronomieangeboten werden dabei dezentral erfasst, zentral gebündelt und so aufbereitet, dass sie in KI-Anwendungen, Sprachassistenten oder Buchungsplattformen sichtbar und nutzbar sind.

Schon heute umfasst der digitale touristische Wissensschatz für Rheinland-Pfalz rund 6.000 Unterkünfte, etwa 11.000 gastronomische Betriebe sowie mehr als 100.000 Veranstaltungen. Diese Datenbasis ermöglicht es, Inhalte maschinenlesbar und zielgerichtet bereitzustellen – ein entscheidender Erfolgsfaktor, um in KI-gestützten Suchprozessen sichtbar zu bleiben und den Erwartungen der Gäste gerecht zu werden.

Um den wachsenden Anforderungen der internationalen Reiseindustrie sowie den Kundenerwartungen zu entsprechen, entwickelt die ODTA jetzt ihre Organisationsstruktur weiter und intensiviert ihre Kommunikation unter Mitwirkung aller Partner, um die Bedeutung offener, semantisch strukturierter Datenmodelle im Tourismus bei den Tourismusorganisationen in Europa breiter zu verankern, die Sichtbarkeit der ODTA zu erhöhen und neue Partner zu gewinnen. Die Datenmodelle, aber auch die fortlaufende Arbeit der ODTA ist nunmehr auf der neuen Webseite unter https://www.odta.io einsehbar.

 



Autor: Autor/-in: Martin Weier
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH · Datenmanager
weier@rlp-tourismus.de · Telefon: +49 261-9152063


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