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Digitalisierung

Bild Seite Digitalisierung Intro©Quelle: Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Digitalisierung

Ob bei Gästen, Gastgebern oder Angestellten der Tourismusbranche: Die Digitalisierung ist auf allen Ebenen des Tourismus angekommen! Smarte und vernetzte Lösungen sind gefragter denn je – und eröffnen unzählige neue Möglichkeiten, das Gästeerlebnis zu verbessern und Touristikern wie Betrieben die Arbeit zu erleichtern.

Digitalisierung darf dabei jedoch niemals reiner Selbstzweck sein, sondern muss bestehende Probleme lösen, organisatorische Hürden abbauen oder neue Möglichkeiten schaffen, unsere Gäste zu erreichen bzw. am Urlaubsort digital zu begleiten. Bei allen Maßnahmen und Digitalisierungsprozessen muss deren Nutzen im Vordergrund stehen.

Digitalisierung in der Tourismusstrategie 

In Rheinland-Pfalz hat die Digitalisierung des Tourismus mit der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025 bereits Fahrt aufgenommen: Seit Oktober 2018 bildet diese die gemeinsame Grundlage für alle Akteure zur Entwicklung des Tourismus in Rheinland-Pfalz. Die Digitalisierung hat zahlreiche Berührungspunkte mit den acht Strategieprojekten, weswegen sie als übergreifendes Thema in diesem Umfeld angesiedelt ist.

In der Digitalisierungsoffensive der Tourismusstrategie, welche die strategische Grundlage der Digitalisierung bildet, wurden fünf Bausteine mit Maßnahmen definiert. Die Bausteine 1 bis 3 bilden das Fundament, auf dessen Grundlage Innovationen (Baustein 4) entstehen sollen, deren Ziel es ist, das Gasterlebnis zu optimieren und die Wertschöpfung zu steigern (Baustein 5):

  • Datenstrategie: Hierbei geht es darum, den Digitalen Wissensschatz Rheinland-Pfalz und die Contentmakrostruktur im Land zukunftsfähig auszurichten und für Sprachassistenten, KI-Applikationen und Smart-Data-Anwendungen vorzubereiten, z. B. durch den Aufbau eines einheitlichen Open-Data-Formates sowie den Ausbau des zentralen DataHubs (Knotenpunktes) zur besseren Ausspielung von Daten (z.B. zur Besucherlenkung oder Vertriebsoptimierung).
  • Stärkung der regionalen und lokalen Ebene: Die Maßnahmen dieses Bausteins dienen dazu, den heterogenen Wissensstand der Akteure zu Digitalisierungsthemen auf allen touristischen Ebenen im Land flächendeckend und effizient anzuheben und sich so zukunftsfähig aufzustellen. Dazu zählt bspw. der Aufbau einer landesweiten E-Learning-Plattform und der Einsatz von Digitalmanagern zur Weiterbildung der touristischen Mitarbeiter vor Ort sowie in den Betrieben.
  • System Digitalisierung: Die Digitalisierung muss aktiv gesteuert und gemanagt werden – die Maßnahmen dieses Bausteins schaffen die hierzu notwendigen Strukturen z.B. durch die Erarbeitung einer klaren Rollen- und Aufgabenverteilung im Bereich der Digitalisierung. Diesbezüglich soll die RPT soll als führende Managementinstitution des Prozesses etabliert werden.
  • Innovation: Dieser Baustein zielt auf die Förderungen von Innovationsprojekten und einer Innovationskultur ab – durch gezielte Förderprogramme und Veranstaltungen soll eine digitale Innovationskultur geschaffen werden.
  • Optimierung des Gasterlebnisses: Die Maßnahmen aller Bausteine haben letztlich das Ziel, das Gasterlebnis zu optimieren und die Wertschöpfung zu fördern. So ist bspw. auch die Entwicklung einer Customer-Relationship-Strategie (CRM) ebenso nötig wie die Digitalisierung aller Touchpoints, um Gäste noch individueller ansprechen zu können.

Viele der oben benannten Punkte sind mittlerweile umgesetzt. So bildet der DataHub Rheinland-Pfalz heute den Knotenpunkt des Digitalen Wissensschatzes Rheinland-Pfalz. Und die etablierte E-Learning-Plattform TNWissen ermöglicht eine einfache und effiziente Art der Wissensvermittlung in alle Ebenen hinein.

Ihre Ansprechpartner:

Yves Loris
Leiter Online-Marketing
Katharina Hümmer
Projektmanagerin Digitalisierung
+49  261-91520-76
Bild Seite Digitalisierung Organisatorisches©Quelle: Tourist-Information Ferienland Cochem / Mosellandtouristik GmbH

Organisatorisches

Digitalisierung ist ein laufender Prozess und niemals abgeschlossen. Zudem sind die anfallenden Aufgaben zahlreich und die Herausforderungen der digitalen Transformation groß. Um diesen Prozess zu bewältigen, wird sowohl auf Landesebene als auch bei den neun Regionen in enger Abstimmung an der komplexen Aufgabenstellung gearbeitet. Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH übernimmt dabei die Rolle der Steuerungs- und Managementorganisation.

Die Digitalisierung im Tourismus von Rheinland-Pfalz wird auf strategischer sowie operativer Ebene von Arbeitskreisen und Experten begleitet.

Arbeitskreis Digitalisierung

Der Arbeitskreis Digitalisierung ist das strategische Gremium der Digitalisierungsoffensive und geht aus Baustein 3 (System Digitalisierung) hervor. Die Kernaufgabe des Gremiums: die Digitalisierung im Land Rheinland-Pfalz unter Nutzung von Synergien zu gestalten und dabei jederzeit Transparenz für alle Ebenen zu schaffen. Dem Arbeitskreis gehören folgende Teilnehmer an:

  • IHK
  • DEHOGA
  • Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW)
  • Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (Umsetzungsmanagement, Leiter Digitales, Projektmanagement Digitalisierung)
  • Digitalisierungsmanager bzw. Fachexperten der Regionen
  • Ausgewählte Deskline®-Stützpunkte
  • Im Bedarfsfall und zu speziellen Themen wird die Runde um relevante Stakeholder erweitert

 

Die Aufgaben des Arbeitskreises:

  • Sachstandsberichte
  • Vernetzung der Akteure untereinander und mit Dritten
  • Vernetzung laufender Digitalisierungsmaßnahmen
  • Wissenstransfer
  • Impulsentwicklung für die Digitalisierungsoffensive und Weiterentwicklung der Maßnahmen
DigitalmanagerInnen der Regionen

Die Digitalisierungsmanager der Regionen sind die operative Ebene der Digitalisierungsoffensive. Als Digitalexperten auf regionaler Ebene vernetzen sie sich in regelmäßigen Treffen mit der RPT, stimmen sich inhaltlich ab und tragen ihr Wissen in die verschiedenen touristischen Ebenen. Da die Anschub-Förderung der Digitalisierungsmanager aus Corona-Sondervermögen ausgelaufen ist, sind nicht mehr in allen Regionen DigitalisierungsmanagerInnen angestellt. Hier werden stattdessen Fachexperten aus den Regionen herangezogen, um den allgemeinen Kommunikationsfluss aufrechtzuerhalten.

Ihre Ansprechpartner:

Yves Loris
Leiter Online-Marketing
Katharina Hümmer
Projektmanagerin Digitalisierung
+49  261-91520-76
Bild Digitalisierungsoffensive©Quelle: Dominik Ketz / Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Digitalisierungsoffensive

Bis zum Jahr 2021 gab es kein übergreifendes Konzept zur Digitalisierung der Tourismusbranche des Landes. Außerhalb des Digitalen Wissensschatzes Rheinland-Pfalz wurde überwiegend mit Einzelmaßnahmen gearbeitet, eine verbindende Strategie fehlte. Ebenfalls war der Tourismus nur ein kleiner Teil der allgemeinen Digitalstrategie des Bundeslandes.

Durch die Corona-Pandemie ist die Digitalisierung im Tourismus verstärkt ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Nur mit einer digital aufgestellten Branche lassen sich die Auswirkungen von Krisen abfedern und die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Im Zuge der Entwicklung der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz 2025 wurde die Digitalisierung als übergreifendes Thema in deren Umfeld angesiedelt, nicht jedoch als eigenes Strategieprojekt aufgenommen. Parallel zur Tourismusstrategie erarbeiteten die RPT und das MWVLW daher die Digitalisierungsoffensive, welche als Grundlage für alle touristischen Digitalisierungsmaßnahmen des Landes dient.

Die Digitalisierungsoffensive basiert auf einer Studie von Project-M und Saint Elmo’s zum Sachstand der Digitalisierung im Land aus dem Jahr 2019/2020 sowie Befragungen relevanter Stakeholder und Partner der Tourismusstrategie. Die Maßnahmen der Digitalisierungsoffensive zu managen, ist u.a. zentrale Aufgabe der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT). Die Maßnahmen zielen darauf ab, die herausgearbeiteten Schwachstellen zu beheben.

Was sind die Ziele der touristischen Digitalisierungsoffensive?
  • Die Wertschöpfungsfunktion der Digitalisierung im Tourismus maximal ausnutzen.
  • Ein gemeinsames Verständnis der Notwendigkeiten der Digitalisierung im Tourismus manifestieren.
  • Eine Grundlage für und damit Transparenz über alle weiteren Schritte im Tourismus in Rheinland-Pfalz schaffen.
  • Die Digitalisierung proaktiv und innovationsoffen gestalten, sodass Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle in der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien im Tourismus, aber auch angrenzenden Branchen einnimmt.
Die fünf Handlungsfelder

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive wurden fünf Bausteine definiert, die aufeinander aufbauen und jeweils mehrere Maßnahmen beinhalten. Die Bausteine 1 bis 3 bilden das Fundament, während die Bausteine 4 und 5 übergreifende Anforderungen sind, die in Wechselwirkung zum Fundament stehen.

Baustein 1: Datenstrategie

Hierbei geht es darum, den Digitalen Wissensschatz Rheinland-Pfalz und die Contentmakrostruktur im Land zukunftsfähig auszurichten und für Sprachassistenten, KI-Applikationen und Smart-Data-Anwendungen vorzubereiten.

Dieser Baustein verfolgt die nachstehenden Ziele: ​

  • Den Digitalen Wissensschatz Rheinland-Pfalz fit für die Zukunft machen: maschinenlesbar, KI-fertig und mit möglichst offenen Lizenzen (Open Data)​.
  • Relevante Inhalte für unsere Gäste immer und überall sowie in allen Kanälen ausspielen (vor allem auch außerhalb unserer eigenen Kanäle)​.
  • Wer Daten hat, hat die Macht: Gatekeeper (Google, Buchungsportale & Co) haben Nutzerdaten, wir haben Premium-Inhalte der touristischen Infrastrukturen und Angebote unserer Destinationen.
  • Wir müssen unseren qualitativ hochwertigen Wissensschatz an möglichst vielen relevanten digitalen Kontaktpunkten unserer Gäste ausspielen​.
  • Die Datenpflege und das Datenmanagement müssen erleichtert werden, doppelte Strukturen sind zu vermeiden​.
  • Wir müssen die Nutzung erleichtern und Hindernisse abbauen, neue Partner finden und eine Innovationskultur fördern​.

Baustein 2: Stärkung der regionalen und lokalen Ebene

Die Maßnahmen dieses Bausteins dienen dazu, den heterogenen Wissensstand der Akteure auf allen touristischen Ebenen im Land zu Digitalisierungsthemen flächendeckend und effizient anzuheben und sich so zukunftsfähig aufzustellen.

Dieser Baustein verfolgt die nachstehenden Ziele: ​ ​

  • Den heterogenen Wissensstand auf allen Ebenen zum Thema Digitalisierung zügig in der Fläche anheben.​
  • Ängste nehmen und Sicherheit geben, wodurch die Innovationskultur gefördert wird.​
  • Stakeholder aus Verbänden, Verwaltung und Politik informieren und sensibilisieren​.
  • Die Vernetzung der touristischen Akteure über eine Plattform (z. B. DEHOGA, IHK, KuWeiBos, GBZ, Kommunalakademie) etablieren.

Baustein 3: System Digitalisierung

Die Digitalisierung muss aktiv gesteuert und gemanagt werden; die Maßnahmen dieses Bausteins schaffen die notwendigen Strukturen dafür.

Dieser Baustein verfolgt die nachstehenden Ziele: ​ ​

  • Ein zentrales Steuerungsorgan für die Digitalisierung des Tourismus im Land etablieren (RPT)​.
  • Die relevanten Partner müssen vernetzt werden.​
  • Wichtige Maßnahmen müssen transparent gemacht werden – Wissenstransfer und Innovationskultur müssen gefördert werden.
  • Es muss eine Impulsentwicklung für (möglichst skalierbare) Maßnahmen geben, und so müssen Synergien geschaffen werden.​
  • Die Impulsentwicklung muss ebenfalls für die Weiterentwicklung der Digitalisierungsoffensive gelten – nur so kann die Digitalisierung gesteuert werden​.
  • Die Konkretisierung und Optimierung der Aufgabenteilung im Bereich Digitalisierung auf den drei Ebenen des Tourismus von Rheinland-Pfalz muss vorangetrieben werden – praxisnah statt theoretisch.​

Baustein 4: Innovation

Dieser Baustein zielt auf die Förderungen von Innovationsprojekten und einer Innovationskultur ab.

Dieser Baustein verfolgt die nachstehenden Ziele: ​

  • Die nachhaltige Förderung einer Innovationskultur.
  • Den Tourismus im Land als innovationsfreudige Branche und Rheinland-Pfalz als innovatives Bundesland positionieren​.
  • Das Ermöglichen von landesweiten und regionalen Ad-hoc-Projekte​n.
  • Die zielführende Vorbereitung künftiger Maßnahmen und Projekte​.

​Viele Innovationsprojekte sind in den vergangenen zwei Jahren bereits umgesetzt worden, einen Überblick finden Sie hier.

Baustein 5: Optimierung des Gasterlebnisses

Die Maßnahmen aller Bausteine haben letztlich das Ziel, das Gasterlebnis zu optimieren und die Wertschöpfung zu fördern.

Dieser Baustein verfolgt die nachstehenden Ziele: ​

  • Die Gästeerlebnisse und Gästeservices optimieren, z.B. durch nutzerindividuelle Inhaltsausspielung (CRM- und PWA-Strategie)​.
  • Das Datenmanagement und die Arbeitsabläufe vereinfachen und optimieren​.
Bild Seite Digitalisierung Digitale Aufgabenteilung©Quelle: Dominik Ketz / Pfalz Touristik e.V.

Digitale Aufgabenteilung

Im Zuge der Digitalisierungsoffensive RLP (Baustein 3: System Digitalisierung) haben die RPT und die Vertreter der regionalen sowie lokalen Ebene die Zusammenarbeit der touristischen Akteure (Land, Region, Ort, Leistungsträger) im Bereich Digitalisierung genauer beleuchtet und Optimierungsvorschläge erarbeitet.

Hierzu wurden Personen aus unterschiedlichen Arbeitsgruppen (Geschäftsführer der Regionen, AG Marketing, AG Digitalisierungsmanager, AG Deskline©-Manager, AG Deskline©-Stützpunkte) schriftlich befragt und im Anschluss daran Workshops mit den touristischen Stakeholdern durchgeführt. In diesem Prozess wurden die Organisationseinheiten als gleichberechtigte Teile des Tourismus-Systems in Rheinland-Pfalz betrachtet und die folgenden Aspekte beleuchtet:

  • Aufgabenverteilung
  • Einsatz personeller und budgetärer Ressourcen
  • Stärken und Schwächen
  • Optimierung der Zusammenarbeit

Das Ergebnis dieser Maßnahme ist das Soll-Konzept Digitale Aufgabenteilung. Hierbei handelt es sich um eine strukturierte Planung und Definition strategischer und operativer Maßnahmen, welche die Zusammenarbeit und die digitalen Prozesse zwischen den Ebenen im Land verbessern soll. Das Konzept legt Verantwortlichkeiten und Abläufe fest, identifiziert notwendige Ressourcen sowie Fähigkeiten und stellt einen großen Nutzen für alle beteiligten Ebenen dar; es ergänzt so die Ergebnisse von Strategieprojekt 4. Bestandteil des Soll-Konzeptes ist unter anderem eine tabellarische Übersicht über die Aufgabenteilung im Digitalbereich, welche unter diesem Link heruntergeladen und eingesehen werden kann.

Querschnittsthemen und Handlungsfelder

Aus den Befragungsergebnissen konnten sieben übergreifende Querschnittsthemen identifiziert werden, die nachfolgend aufgeführt sind.

  • Zuständigkeiten und Strukturen
  • Skills und Know-how
  • Ressourcen
  • Kommunikation
  • Technologie
  • Wissensmanagement
  • Datenmanagement

Aus diesen Querschnittsthemen wurden Maßnahmen abgeleitet und priorisiert, die in den drei folgenden Handlungsfeldern zusammengefasst wurden:

Handlungsfeld Management

Definition: In diesem Handlungsfeld geht es um die internen Prozesse, Strukturen und Ressourcen, welche für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie erforderlich sind. Dies umfasst Aspekte wie Organisation und Koordination der Arbeit, Definition von Rollen und Zuständigkeiten, Bereitstellung und Nutzung von Ressourcen sowie Messung und Verbesserung der Leistung.

Maßnahmen des Handlungsfeldes:

  • Entwicklung von Dashboards und Kennzahlen-Frameworks​
  • Optimierung der Stützpunkte
  • Weiterbildungsangebote zur Datenkompetenz ​
  • Übersicht der Zuständigkeiten

Handlungsfeld Marketing

Definition: Dieses Handlungsfeld konzentriert sich auf die Anwendung digitaler Technologien und Strategien zur Förderung des Tourismus in Rheinland-Pfalz. Dabei geht es um die effektive Nutzung von Daten, die Verbesserung der Sichtbarkeit und Reichweite durch Suchmaschinenoptimierung (SEO), die Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz in Marketingstrategien sowie die Erstellung und Verteilung von Inhalten.

Maßnahmen des Handlungsfeldes:

  • Entscheidungen auf strategischer Grundlage
  • Empfehlungen zu den Zuständigkeiten​
  • Empfehlungen zur Effizienzsteigerung​
  • Schaffung von Synergien in der Content-Produktion und -Distribution​
  • Sichtbarkeit von Deskline©-Daten
  • Strategien zur Nutzung von KI​

Handlungsfeld Stakeholder-Kommunikation

Definition: In diesem Handlungsfeld geht es um die effektive Kommunikation und Zusammenarbeit mit den verschiedenen Beteiligten auf allen Ebenen. Dies beinhaltet die Steigerung der Kompetenz von Entscheidungsträgern und Funktionären, die Entwicklung von Kommunikations- und Zusammenarbeitsformaten, das Bereitstellen praxisnaher Instrumente sowie die Wertschätzung der Arbeit auf allen Ebenen.

Maßnahmen des Handlungsfeldes:

  • Bewusstsein über die Bedeutung und Kompetenz zum Thema Digitalisierung bei Funktionären und politischen Entscheidungsträgern steigern (SP4, SP7) ​
  • Entwicklung niedrigschwelliger Kommunikations- und Zusammenarbeitsformate​
  • Steigerung der Wertschätzung der Arbeit auf allen Ebenen​
  • Kompetenzerweiterung zur Interpretation relevanter Kennzahlen​
  • Schaffung praxisnaher Instrumente

Im nächsten Schritt werden die Maßnahmen der Handlungsfelder ausdifferenziert und systematisch abgearbeitet.

Ihre Ansprechpartner:

Yves Loris
Leiter Online-Marketing
Katharina Hümmer
Projektmanagerin Digitalisierung
+49  261-91520-76
Bild Seite Digitalisierung TNWissen©Quelle: Dominik Ketz / Westerwald Touristik-Service

TNWissen Rheinland-Pfalz

Im Januar 2023 ist die E-Learning-Plattform TNWissen Rheinland-Pfalz online gegangen; sie ist auf die Bedürfnisse der Tourismusbranche ausgerichtet und macht praxistaugliches Wissen kostenfrei und ortsunabhängig für Gastgeber wie Touristiker zugänglich. Als niedrigschwelliges Online-Lernangebot steht TNWissen Rheinland-Pfalz jederzeit zur Verfügung und ergänzt so die “klassischen” Weiterbildungsangebote für die Tourismusbranche im Land.

TNWissen Rheinland-Pfalz ist als zukunftsorientiertes Qualifizierungsangebot im „Strategieprojekt 6 – Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz“ der Tourismusstrategie 2025 verankert und bildet das Herzstück zur Stärkung der regionalen und lokalen Ebene innerhalb der Digitalisierungsoffensive des MWVLW und der RPT. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz (MWVLW).

Zur E-Learning-Plattform TNWissen

Welche Technik steckt hinter TNWissen?

Die Lernplattform TNWissen Rheinland-Pfalz wurde auf Basis des Open Source-Lernmanagementsystems ILIAS konzipiert. ILIAS ist weit verbreitet als Lernmanagementsystem für Universitäten und Hochschulen und wird seit einigen Jahren zunehmend auch von Wirtschaftsunternehmen zur Mitarbeiterschulung eingesetzt. Zentrale Merkmale des Systems sind die flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten zur Anpassung an verschiedene Anwendungsfälle sowie eine umfangreiche Rechte- und Rollenverwaltung. Diese ermöglicht eine individuelle Anpassung des Systems für unterschiedliche Nutzergruppen.

Der Zugang zur Lernplattform ist jederzeit kostenfrei möglich. Die Startseite mit einigen ausgewählten Inhalten kann ohne vorherige Registrierung aufgerufen werden und lädt zum ersten Kennenlernen der Plattform ein. Mit wenigen Klicks kann ein persönliches Nutzerkonto eingerichtet werden, das den kompletten Kurskatalog in TNWissen Rheinland-Pfalz freischaltet.

Ein Account für die Lernplattform bietet darüber hinaus zusätzliche Funktionen – beispielsweise können Kurse im persönlichen Nutzerbereich hinterlegt werden, um jederzeit von dort aus zum zuletzt bearbeiteten Kurs zurückkehren zu können. Diese Funktion ist ideal, falls nur wenig Zeit zur Verfügung steht und das Lernen unterbrochen werden muss. Nutzerinnen und Nutzer finden in ihrem persönlichen Nutzerbereich auch einen Überblick über bereits abgeschlossene Kurse.

Welche Lerninhalte gibt es auf TNWissen?

Die inhaltliche Konzeption der Lerninhalte folgt den Ergebnissen des Wissensmonitors Rheinland-Pfalz: bei der Online-Befragung gaben 2022 mehr als 300 Branchenvertreter wichtige Auskünfte über den Weiterbildungsbedarf in ihrer Organisation. Die Ergebnisse zeigten auf, dass eine gewisse Notwendigkeit an Weiterbildungen rund um die Themen Digitalisierung, Tools im rheinland-pfälzischen Tourismus sowie Marketing und Kommunikation besteht.

Vor diesem Hintergrund ist die Plattform unter anderem mit mehreren multimedialen Inhalten zur Digitalisierung gestartet, die das Know-how in diesem Bereich auf allen touristischen Ebenen im Land anheben sollen.

Der Wissensmonitor Rheinland-Pfalz konnte zudem bestätigen, dass seitens der Gastgeber und Touristiker im Land ein Bedarf an Lernangeboten besteht, die sich unkompliziert in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Kompakte Lerneinheiten mit einer Bearbeitungszeit von weniger als 15 Minuten, sogenannte „Microlearning“-Einheiten, eignen sich ideal, um einen Einstieg in ein Thema zu finden oder bestehendes Wissen im Alltag aktuell zu halten. Bei akuten Fragestellungen bieten diese Online-Inhalte eine jederzeit abrufbare und kurzfristige Hilfestellung. Als niedrigschwellige Möglichkeit zur Vor- oder Nachbereitung ergänzt Microlearning die bestehenden „klassischen“ Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für die Tourismusbranche im Land.

Ihr Ansprechpartner:

Katharina Hümmer
Projektmanagerin Digitalisierung
+49  261-91520-76
Bild Seite Digitalisierung Innovationsprojekte©Quelle: Dominik Ketz / Romantischer Rhein Tourismus GmbH

Innovationsprojekte

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive sind in den unterschiedlichen Bausteinen bereits einige Innovationsprojekte umgesetzt worden, die über das Sondervermögen zur Bekämpfung der Corona-Folgen des Landes finanziert wurden. Ein Überblick:

DataHub RLP

Mit der Umsetzung des DataHub Rheinland-Pfalz ist der Digitale Wissensschatz Rheinland-Pfalz smart geworden: Die RPT hat nach einem von Realizing Progress begleiteten, öffentlichen Vergabeverfahren im Jahr 2020 die Firma DataCycle GmbH aus Klagenfurt (Österreich) mit der Umsetzung einer sogenannten Graph-Datenbank beauftragt.

Über Schnittstellen zu Deskline® (für Unterkünfte, Einkehrbetriebe, POIs, Veranstaltungen, Erlebnisse, Pauschalen), Outdooractive (für Touren aller Art) und zu Reisen für Alle (für Informationen zur Barrierefreiheit) wird der Content aus den bisherigen Quellsystemen des Digitalen Wissensschatzes Rheinland-Pfalz in den DataHub übertragen und in einem einheitlichen, strukturierten Format gespeichert. Durch vielfältige Kuratierungs-, Verknüpfungs- und Ausspielmöglichkeiten dient der Data Hub als Content- und Datendrehscheibe für frei lizenzierte (Open Data) oder urheberrechtlich geschützte Inhalte aus dem Digitalen Wissensschatz.

Weitere Informationen zum DataHub Rheinland-Pfalz und seinen Funktionen gibt es hier.

MAQNIFY Erlebnisguide

Mit der Anbindung der Daten aus dem DataHub an den MAQNIFY Erlebnisguide wurde ein Modellprojekt für Smart-Data-Anwendungen auf Grundlage des Digitalen Wissensschatzes Rheinland-Pfalz geschaffen.

Der MAQNIFY Erlebnisguide bringt die sogenannten Touristischen Unterrichtungstafeln (braun-weiße Tafeln am Rande der Autobahnen) zum Sprechen. Jeder rheinland-pfälzischen Tafel wurde dafür ein passender Eintrag aus dem Digitalen Wissensschatz zugeordnet; die Inhalte dieser Einträge werden an MAQNIFY übergeben und in der Web-Version sowie in der App ausgespielt.

Auf Basis der hinterlegten Inhalte aus den ausgewählten POIs bzw. Touren sind zudem Kurz- und Langtexte entstanden, die wiederum vertont wurden. Nutzern des MAQNIFY Erlebnisguides, die während der Autobahnfahrt Live-Tracking in der MAQNIFY-App aktiviert haben, wird bei Passieren eines Schildes der passende Audioinhalt vorgespielt; hierzu nutzt die App die Geofencing-Technologie.

Im Rahmen des MAQNIFY-Projektes entstanden 896 Texte und 896 Audiobeiträge in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch), die alle in den DataHub Rheinland-Pfalz importiert wurden. Da all diese Inhalte unter einer Open-Data-Lizenz (CC-BY-SA) stehen, können sie von Touristikern und Gastgebern kostenfrei für eigene Zwecke genutzt werden.

Über die Ausspielung in PKW-Navigationssystemen ausgewählter Fahrzeughersteller erreichen wir zudem potentielle Gäste ganz zu Beginn ihrer Reiseentscheidung und inspirieren sie für einen Aufenthalt im Land und in den neun Ferienregionen.

Marketing-Dashboard und Kennzahlen-Framework

In Zusammenarbeit mit der Agentur Saint Elmo’s Tourismusmarketing ist auf Basis des Google Looker Studios ein digitales Marketing-Dashboard entstanden. Dieses dient als zentrale, digitale Plattform, auf der Daten aus einer Vielzahl von Quellen zusammenfließen, visualisiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Ausgegeben werden sowohl traditionelle Daten wie Übernachtungsstatistiken, Besucherzahlen oder Umsatzkennzahlen als auch modernere, digitale Datenquellen wie Webseiten-Besuchsdaten, Social-Media-KPIs oder Marketing-KPIs. Diese multidimensionale Datenintegration ermöglicht es, nicht nur isolierte Entwicklungen, sondern auch wechselseitige Zusammenhänge und Einflüsse transparent und verständlich darzustellen.

Das Konzept des Marketing-Dashboards dient als Vorlage für Dashboards in den Regionen.

Wer das KPI-Dashboard einsehen möchte, benötigt einen Google-Account und muss durch die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH freigeschaltet werden.

In Ergänzung zu den Dashboards entsteht ein Kennzahlen-Framework (auch KPI-Framework). Es dient als Orientierungshilfe, um Leistungskennzahlen besser zu verstehen, zu interpretieren und daraus letztendlich Optimierungen abzuleiten. Das KPI-Framework hilft dabei, die eigenen Zahlen in den richtigen Kontext zu setzen und liefert somit die Basis für fundierte (Marketing-)Entscheidungen.

ÖPNV-Anbindung an den DataHub RLP

In den DataHub RLP wurden alle rheinland-pfälzischen Haltestellen (Bus, Bahn) aus dem Zentralen Haltestellenverzeichnis (ZHV) importiert und diese mit den Fahrplandaten (Sollfahrpläne) des ÖPNV-Auskunftsdienstes DELFI verknüpft. Hierdurch wurde die technische Grundlage für eine optimierte Anfahrtsplanung mit dem ÖPNV bzw. fahrplanbasierte Routingfunktionen geschaffen. Beides sind wichtige Grundlagen für die Entwicklung nachhaltiger Angebote und Services sowie für Besucherlenkungsmaßnahmen.

Handbuch zur Einführung des digitalen Meldewesens

Das Meldewesen in Rheinland-Pfalz erfolgt noch immer überwiegend über Papierzettel, die Gäste beim Check-in in einer Unterkunft ausfüllen müssen. Diesen Prozess zu digitalisieren, böte einen Mehrwert für Gäste (optimiertes Erlebnis) und Betriebe gleichermaßen (Vereinfachung von Arbeitsschritten).

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive hat die BTE-Tourismus- und Regionalberatung Partnerschaftgesellschaft mbH mit der IRS Consult GmbH ein Handbuch für die Einführung des digitalen Meldewesens in Rheinland-Pfalz erstellt. Das hierbei entstandene Umsetzungskonzept beleuchtet die Hintergründe des Themas inkl. rechtlicher Aspekte unter Berücksichtigung aller Stakeholder-Interessen. Weiter präsentiert das Konzept mögliche technische Lösungen und zeigt die Umsetzungsschritte auf, die zur Einbettung in die Systemarchitektur von Rheinland-Pfalz notwendig sind.

Spezialisierte Dienstleister bieten hierfür Systeme an, die heute schon in Rheinland-Pfalz vielfältige Verwendung finden. In einer das Konzept abschließenden Marktsondierung werden die Systeme mit ihren Leistungen gegenübergestellt und die Systementscheidungen anhand einer gutachterlichen Zusammenfassung vereinfacht. Die praktische Umsetzung wird zeitlich und finanziell dargestellt, um den einführenden touristischen Organisationen einen Rahmen aufzuzeigen und die Projektplanung und Umsetzung zu erleichtern.

Interessierten Destinationen stellt die RPT das Handbuch „Konzepterstellung für die Einführung des digitalen Meldewesens“ auf Anfrage als PDF-Datei zur Verfügung. Senden Sie hierzu eine E-Mail an die Adresse digitalisierung@rlp-tourismus.de.

Interaktives Datenmanagement-Handbuch

Im Rahmen dieser Maßnahme ist ein interaktives Datenmanagement-Handbuch entstanden, welches Datenhaltenden und Datenverarbeitenden ihre tägliche Arbeit erleichtert und die Datenqualität im Tourismus von Rheinland-Pfalz nachhaltig verbessert. Konkret legt diese Maßnahme ihren Fokus auf die Optimierung der Maschinenlesbarkeit, die Relevanz für die Zielgruppen sowie die Optimierung für die Ausspielkanäle.

Das Datenmanagement-Handbuch beleuchtet technische und inhaltliche Teile. Der technische Teil macht transparent, welche Datenfelder in den Quellsystemen Deskline® und Outdooractive wie zu pflegen sind und wie sie in den einzelnen Vertriebskanälen gemappt werden. Im inhaltlichen Teil werden Ausführungen zur optimalen inhaltlichen Pflege vor dem Hintergrund der Zielgruppen, der Content-Strategie, der Markenstrategie sowie der Qualitätskriterien gegeben.

Weitere Informationen zum Datenmanagement-Handbuch gibt es hier.

DMO DigitalMonitor 2023

Rheinland-Pfalz hat sich im Frühjahr 2023 am DMO DigitalMonitor 2023 von DTV und BTE beteiligt. Der DMO DigitalMonitor ist ein branchenweit anerkanntes Instrument zur Erhebung des Status quo der Digitalisierung in den deutschen Tourismusdestinationen.

Daraus ist ein Report über den Stand der Digitalisierung im rheinland-pfälzischen Tourismus auf allen Ebenen entstanden. Die Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse zu den Zielen der Bausteine der Digitalisierungsoffensive; zudem konnte eine Vergleichsgrundlage für den Digitalisierungsgrad der drei touristischen Ebenen geschaffen werden.

Widgets für den DataHub

Im Rahmen einer Erweiterung des DataHubs Rheinland-Pfalz wurden durch die DataCycle GmbH sogenannte Widgets entwickelt, mit deren Hilfe auch einzelne Stützpunkte oder Betriebe ohne großen technischen Aufwand hochwertige Daten aus dem Digitalen Wissensschatz Rheinland-Pfalz auf der eigenen Website ausspielen können. Die Technik sowie die Ausspielung der Daten ist für die Partner kostenlos.

Die folgenden vier Widgets stehen zur Verfügung:

Weitere Informationen zu den Widgets gibt es hier.

Erweiterung des DataHubs um eine Editierfunktion für Touren

In einem weiteren Projekt wurde der DataHub RLP um eine Erfassungs- und Editierfunktion für Touren erweitert. Dies gibt der RPT und den Datenhaltern künftig mehr Möglichkeiten bei der Veredelung von Inhalten; so könnten beispielsweise mehrere zielgruppenspezifische Beschreibungstexte im DataHub hinterlegt werden. Außerdem wurde durch diese Maßnahme eine mögliche Anbindung eines KI-basierten Redaktionstools vorbereitet.

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