Der rheinland-pfälzische Tourismus verzeichnete im ersten Halbjahr ein Gäste- und Übernachtungsplus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten in dieser Zeit 3,9 Millionen Gäste im Land. Das waren 4,1 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013. Die Besucher blieben im Durchschnitt fast 2,6 Tage und buchten über 10,1 Millionen Übernachtungen, 2,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
Tourismusregionen
Fünf der neun Regionen verzeichneten Zuwächse beim Gäste- und Übernachtungsaufkommen. In den Regionen Westerwald-Lahn und Rheinhessen nahmen zwar die Gästezahlen zu, die Übernachtungen gingen jedoch zurück. Im Hunsrück und im Naheland waren beide Werte rückläufig.
Betriebsarten
Stärker nachgefragt als im ersten Halbjahr 2013 waren Camping- und Reisemobilplätze, Privatquartiere, Hotels, Pensionen, Hotels garnis und Ferienzentren. Dagegen registrierten Ferienhäuser und Ferienwohnungen, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sowie die Gasthöfe ein höheres Gästeaufkommen bei sinkenden Übernachtungszahlen. Jugendherbergen und ähnliche Einrichtungen sowie Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime mussten ein Minus bei Gästen und Übernachtungen hinnehmen.
Herkunft
Mehr als drei Millionen Übernachtungsgäste aus Deutschland besuchten Rheinland-Pfalz. Das waren 4,5 Prozent mehr als im Zeitraum Januar bis Juni 2013. Die Zahl ihrer Übernachtungen lag bei über 7,9 Millionen und stieg damit um 2,7 Prozent. Dazu kamen fast 817.000 Gäste (plus 2,2 Prozent) aus dem Ausland, die über 2,1 Millionen Übernachtungen buchten (plus 3,6 Prozent).
Unter den Auslandsgästen bilden die Niederländerinnen und Niederländer traditionell die mit Abstand größte Gruppe. Sie buchten im ersten Halbjahr über 928.000 Übernachtungen. Das waren 7,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Auf Rang zwei folgten Besucher und Besucherinnen aus Belgien mit mehr als 375.000 Übernachtungen (plus 4,9 Prozent), an dritter Stelle die Gäste aus den USA mit 158.000 Übernachtungen (minus 2,3 Prozent).
Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Camping- und Reisemobilplätze mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.
Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)


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Gäste und Übernachtungen1 in Rheinland-Pfalz von Januar bis Juni 2014 |
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|---|---|---|---|---|---|
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Tourismusregion |
Gäste |
Übernachtungen |
|||
|
Januar bis Juni 2014 |
Ver- |
Januar bis Juni 2014 |
Ver- |
||
|
Anzahl |
% |
Anzahl |
% |
||
|
Insgesamt |
3.911.103 |
4,1 |
10.141.328 |
2,9 |
|
|
aus Deutschland |
3.092.862 |
4,5 |
7.955.621 |
2,7 |
|
|
aus dem Ausland |
816.799 |
2,2 |
2.182.819 |
3,6 |
|
|
nach Tourismusregionen |
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|
Ahr |
222.273 |
3,4 |
599.854 |
1,6 |
|
|
Eifel |
466.895 |
7,3 |
1.515.299 |
4,4 |
|
|
Hunsrück |
122.209 |
-8,7 |
320.092 |
-4,0 |
|
|
Mosel-Saar |
870.182 |
8,2 |
2.527.944 |
7,5 |
|
|
Naheland |
194.374 |
-0,6 |
690.644 |
-4,4 |
|
|
Pfalz |
856.728 |
3,5 |
1.991.849 |
2,2 |
|
|
Rheinhessen |
422.665 |
2,0 |
699.386 |
-1,4 |
|
|
Rheintal |
480.159 |
5,2 |
1.032.850 |
6,1 |
|
|
Westerwald-Lahn |
275.618 |
0,2 |
763.410 |
-0,8 |
|
|
nach Betriebsarten |
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|
Campingplätze |
296.698 |
27,5 |
887.158 |
33,0 |
|
|
Privatquartiere2 |
307.939 |
9,2 |
1.078.845 |
4,4 |
|
|
Hotels |
2.031.791 |
2,4 |
3.817.985 |
2,1 |
|
|
Pensionen |
145.170 |
4,9 |
377.848 |
1,9 |
|
|
Hotels garnis |
239.841 |
1,4 |
472.986 |
1,6 |
|
|
Ferienzentren |
197.768 |
5,5 |
859.466 |
1,1 |
|
|
Ferienhäuser, Ferienwohnungen |
73.091 |
1,9 |
267.357 |
-1,4 |
|
|
Jugendherbergen, Hütten u. Ä. |
245.214 |
-0,8 |
515.408 |
-1,7 |
|
|
darunter: Jugendherbergen |
196.876 |
0,1 |
400.645 |
-1,2 |
|
|
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken |
48.445 |
1,1 |
1.035.131 |
-1,9 |
|
|
Gasthöfe |
115.435 |
1,0 |
261.673 |
-2,1 |
|
|
Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime |
209.711 |
-2,7 |
567.471 |
-6,5 |
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1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Neben Privatquartieren mit weniger als 10 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten berücksichtigt. |
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